Downtown Vancouver
Wir haben gut geschlafen, aber sind seit halb sieben hellwach. Wir nutzen die Morgenstunden zum Blog-Schreiben und Whatsapps-Beantworten.
Nach einer ausgiebigen Dusche treffen wir um halb neun Bert gut gelaunt in der Küche an. Er ist heute im Home-Office, hat bereits seinen PC aufgestartet und wartet nun auf Anrufe :) Wir frühstücken fürstlich, Suzanne hat uns bevor sie zur Arbeit aufgebrochen ist einen feinen Affenteller (so nennen wir das in der Apotheke) gemacht; eine riesige Auswahl an Früchten mundgerecht geschnippelt. Mmmh! Bert bietet an, uns in die Stadt zu fahren, so müssen wir nicht den ÖV nehmen. Ein richtiger Kanadier benutzt eben lieber sein Auto! Nachdem er uns versichert, dass er das nicht einfach aus Höflichkeit anbietet, sondern es ihm auch Freude machen würde, nehmen wir das Angebot an. Wir fahren also um halb elf zusammen los in Richtung Stadt. Sein Telefon ist immer noch ruhig, scheinbar braucht ihn gerade niemand an der Universität…
Bert fährt uns an der offenen Drogenszene vorbei nach Vancouver Downtown, das uns weil wunderbar von Wasser umgeben super gefällt. Im Stanley Park hat man eine gute Sicht auf Nord- und West Vancouver und Bert erklärt uns viel über die Stadt, die verschiedenen Neighbourhoods und über Canada mit Graben zwischen West und Ost im Allgemeinen. Es ist mega spannend.
Auf dem Rückweg aus den Stanley Park lädt uns Bert an einer Kreuzung ab und wir erkunden Vancouver Downtown zu Fuss weiter. Mittlerweile hat sich der Nebel verzogen und es scheint die Sonne. Es ist aber immer noch sehr kühl und wir fühlen uns wie echte Touristen mit unseren dicken Winterjacken, in denen wir sogar leicht frösteln. Die Einheimischen sind alle in kurzen Hosen und T-Shirts unterwegs bei 10 °C!
Vancouver Art Gallery
Bei der Waterfront finden wir einen FoodCourt und essen asiatisch. Das dort vorhandene WLAN nutzen wir zur weiteren Planung unseres Aufenthalts in Vancouver. So stolpert Simone über FlyOver Canada, nur um festzustellen, dass wir gerade 300m davon entfernt sitzen; also nichts wie buchen! Wer das Voletarium im Europapark kennt, kann sich diese Attraktion in etwa vorstellen; nur fliegt man eben in einem Art Flugsimulator über Kanada hinweg. Ein etwas teurer Touristenspass, aber davon machen wir ja in der nächsten Zeit noch ein paar mehr :)
Wieder draussen bestaunen wir vom Canada Place aus die Fähren, die Kreuzfahrtschiffe und den Containerhafen.
Dazwischen landen vor uns in der Bucht immer wieder Wasserflugzeuge, was wir ein tolles Spektakel finden.
Weiter geht es durch das älteste Quartier von Vancouver, Gastown.
Dann folgt ein schöner Spaziergang im Creekside Park um das kugelige Science World herum.
In der Nähe des Bahnhofs haben wir ab dem späteren Nachmittag ein Auto gemietet (ihr seht, wir passen uns an). Bei der Autovermietstation haben wir zuerst Probleme mit Marcos Kreditkarte, aber Simones Karte funktioniert zum Glück und kurz darauf finden wir uns mit einem ziemlichen Chlapf auf der Strasse wieder. Zum Glück ist die Stimmung auf der Strasse allgemein sehr entspannt, wir fühlen uns wohl.
Wir fahren zur Grandville Island und parkieren dort eine Stunde, um ein paar Shops zu besuchen.
Danach fahren wir für den Sonnenuntergang an die English Bay und geniessen dort feine Zweifel-Chips auf einem Bänkli (Danke Chantal & Luca!), während uns unser irischer Bäklinachbar mit indischem Akzent ungefragt über alle Ausflugstips in Vancouver vollquatscht. Freundlich, die Leute hier!
Zum Abschluss des Tages setzen wir uns in einen Domino’s, teilen uns eine Pizza und schreiben am Blog. Dann geht es mit dem Auto zurück in unser Daheim. Das Navi unseres Fords will uns dabei konsequent durch jede Baustelle und Strassensperre schicken. Nach rund 40 Minuten haben wir es dann geschafft und fallen müde ins Bett.