Sea to Sky
Guten Morgen Vancouver! Wir erwachen um 5:30h, weil die Matratze plötzlich unter uns nachgibt… Nachdem der verschlafene Marco mit der Taschenlampe unter dem Bett hervorkriecht, ist das Problem behoben und wir liegen gaaanz vorsichtig wieder rein. Aber an Schlaf ist bei Simone nicht mehr zu denken. Also wird recherchiert für den heutigen Tag. Irgendwann kurz nach sieben übermannt uns die Müdigkeit doch nochmals und so starten wir schlussendlich relativ spät in den Tag.
Nach dem Frühstück (wir finden wieder einen Früchteteller im Kühlschrank) fahren wir um 10:30h los. Das Wetter ist inzwischen ziemlich sonnig. Unterwegs halten wir kurz in einem Safeway und Simone bestaunt die Regale des kanadischen Supermarktes. NeoCitran und Antihistaminika kann man hier in grossen Mengen frei einkaufen und die riesige Auswahl von ALLEM ist fast nicht beschreibbar. Aber wir nehmen uns nicht viel Zeit, das grosse Einkaufen kommt dann für die Camper-Ausstattung noch früh genug; für den Moment reicht ein Picknick.
Wir fahren weiter, Google Maps fürt uns schnurstracks nach Cypress Mountain, im Winter ein Skigebiet. Was auf der Karte aussah wie ein schmales Passsträsschen mit Haarnadelkurven ist in Wahrheit eine zweispurige Autobahn (aber mit Geschwindigkeitslimite 60 km/h). Unterwegs gibt es einen schönen Aussichtspunkt über die Stadt.
Und auch oben ist der Parkplatz, das Restautant, einfach alles RIESIG.
In der Zwischensaison ist nicht viel los. Dicker Nebel hängt zwischen den Bergen. Kurzerhand entscheiden wir uns für eine Planänderung: die vierstündige Wanderung an der Kälte ersetzen wir mit Burger und Pommes im warmen Restaurant :) Simone muss noch etwas üben mit Bestellen, sie erwischt mit Käse, rohen Zwiebeln, fettem Speck und Jalapenos überbackene Kartoffelpuffer… Aber Marcos Burger ist super fein, und wir teilen ganz ehepäärlich.
Weiter geht es auf dem Sea to Sky Highway in Richtung Norden. Marco hält an jedem Viewpoint an, meistens gibt es aber gar keine Aussicht. Da müssen die Kanadier noch etwas üben!
Am späteren Nachmittag kommen wir an unserem Ziel an: Whistler, eines der grössten Skigebiete Nordamerikas oder eine Art kleines Gstaad in Kanada. Hier finden wir auf dem obersten Hügel unsere Bleibe für die nächste Nacht. Wir haben eine schöne Suite mit voll ausgestatteter Küche und separatem Schlafzimmer; normale Doppelzimmer gibt es nämlich in Kanada nicht.
Marco unternimmt eine kurze Erkundungstour über die verlassenen Skipisten rund ums Hotel.
Danach testen wir den draussen gelegenen Whirlpool. Sicher 40°C, sogar für Simone mit der Zeit etwas heiss! Wer sich jetzt aber so einen typisch schweizerischen Hotel-Whirlpool vorstellt, um den alle Gäste nur leise murmeln um die anderen nicht zu stören, hat weit gefehlt. Die Stimmung ist fröhlich, ausgelassen und laut; jeder sitzt mit seinem Bier im heissen Wasser und Briten und Québecois kommen sofort miteinander ins Gespräch und erzählen sich lustige Ferienanekdoten, von denen alle anderen Badegäste auch schmunzeln müssen.
Als immer mehr Leute kommen und die Hot Tubs bald überlaufen, machen wir Platz und gehen zurück auf unser Zimmer. Dort essen wir das heute erstandene Mittags-Picknick zum Nachtessen (Salat & Bagel) und lassen den Abend ruhig ausklingen.