Widmers unterwegs

Dienstag, 1. Oktober 2024

Downtown Portland

Heute schlafen wir bis es nicht mehr geht, und das ist lange in diesem ruhigen Wäldchen! Dann geniessen wir bei heiterem Sonnenschein ein feines Frühstück draussen auf der Picknickbank unseres Campinglots.

Es ist traumhaft schön und warm und wir müssen erst um 13 Uhr auschecken, also geniessen wir noch ein paar ruhige, gemütliche Stunden und probieren dabei unsere Marquise und die Campingstühle aus. Schliesslich machen wir den Camper reisefertig und fahren los in Richtung Portland.

Kurz vor der Stadt fahren wir auf einen kostenlosen Park&Ride-Parkplatz und erstehen ein Tagesticket für den ÖV. Wir steigen ins Tram und sind erstaunt, wie gut der ÖV hier funktioniert: Praktisch alle fünf Minuten eine Verbindung in die Stadt, in den Vororten unterirdisch als Express-Metro und in der Innenstadt oberirdisch als Tram.

In der Innenstadt setzen wir uns erst einmal in einen FoodCourt. Anscheinend ist Portland bekannt für internationales Essen und wir freuen uns auf etwas anderes als Hamburger. Und tatsächlich, wir essen sehr fein thailändisch: Marco gebratene Reisnudeln und Simone ein Tofu-Curry.

Etwas vollgefressen (denn wir haben uns zur Vorspeise noch Frühlingsrollen gegönnt) machen wir uns auf, um die Altstadt zu erkunden. Zuerst am Flussufer entlang; es ist schön hier, aber es hat nur ein paar Jogger und alle Bänkli sind von Obdachlosen besetzt.

Alte Stahl-Brücke

Um Old Town und China Town herum ist es fast gespengstisch still: Noch mehr Obdachlose, gesperrte Strassen… an einem Lichtsignal werden wir von einer Obdachlosen beschimpft, die gerade von einem Auto, das Obdachlosen Essen verteilt, eine Flasche Wasser erbeten hat, nur um es in der nächsten Sekunde fluchend über der Strasse auszuleeren. Irgendwie etwas verstörend hier…

Weihnachtsbaum-Verkauf im Oktober

Beim Pioneer Square finden wir schliesslich so etwas wie ein Zentrum, immerhin kommen hier vier Tramlinien zusammen und es steigen einige Leute um (uns erinnerts an das Spiel “London”).

Irgendwie etwas enttäuscht von dieser Innenstadt beschliessen wir, einem Tipp aus der Schweiz zu folgen (danke, Erich!). Wir fahren mit der orangen Tramlinie an den Südrand der Stadt. Hier fühlen wir uns schon viel wohler. Es hat viele Velos und farbig gekleidete Spital-Mitarbeitende. Von hier aus ist der obere Teil des Unispitals mit dem “Portland Aerial Tram” erreichbar, eine Seilbahn, die unter anderem von Garaventa gebaut wurde.

Wir beschliessen, sie auszuprobieren und erhaschen so trotz der sehr flachen Streckenführung noch einen Blick von oben auf die Stadt.

Im Hintergrund Mount Hood, in diese Richtung gehts morgen!

Wir testen das WC des Unispitals und fahren dann wieder nach unten und mit dem Tram zurück zu unserem Parkplatz. Wir planen noch ein bisschen die nächsten Tage und beschliessen dann, für die nächste Nacht gleich hier parkiert zu bleiben, denn Overnight-Parking ist explizit erlaubt.