Widmers unterwegs

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Durch Wälder und Steppenlandschaften

Um 6 Uhr ist Schluss mit schlafen, wir schlottern unter unseren Decken. Schnell die Heizung einschalten! Da liegen rund um uns herum Leute in ihren Zelten diese Nacht, uns schaudert es bei der Vorstellung… Als das Wohnmobil wieder einigermassen warm ist, schälen wir uns unter der Decke hervor und starten in den Tag. Nach einem Frühstück gehts ab auf die Strasse; heute werden 235 Meilen gespult! Nach einer Stunde gibts eine kurze Pause zum Tanken, wir haben besonders günstiges Benzin ergattert und füllen 45 Gallons ein. Das sind umgerechnet 170 Liter… Unser Camper hat ja alle Vorzüge, die man sich vorstellen kann, aber der Verbrauch ist der einzige, grosse Nachteil. Maamma mia, unsere Ökobilanz sieht schwarz aus dieses Jahr. Aber das ab und zu aufkeimende schlechte Gewissen müssen wir immer schnell wieder abschütteln, denn jetzt sind wir ja schon da und geniessen es auch :)

Heute Morgen sind wir im Wald losgefahren, dann über eine Steppenlandschaft gebraust und nun wird es zwischendurch wieder felsig. Wir fahren als ersten Zwischenhalt den Smith Rock an, eine hübsche Gesteinsformation mit Touri-Parkplatz.

Hier spazieren wir kurz herum, machen dann im Camper wieder unsere Sandwiches mit getoastetem Brot bereit und essen den praktischen Zmittag an der Sonne auf einer Picknickbank. Die Amerikaner sind übrigens Weltmeister darin, überall wo es Parkplätze, Rest Areas oder Scenic Viewpoints hat, gleich noch ein paar von den Tischen aufzustellen. Wir haben schon welche auf Bergspitzen gefunden!

Nach der Mittagsverpflegung und einer kleinen Siesta an der Sonne fahren wir weiter. Nächster Stop: Painted Hills! Hier sind ein paar Hügel mit wunderschönen roten und grünen Farben versehen. Die verschiedenen Farben zeugen von verschiedenenen klimatischen Verhältnissen, ähnlich wie Jahresringe. Je röter die Schicht, desto nässer das Jahr.

Als wir auf dem Parkplatz ankommen, gehen wir kurz getrennte Wege; Simone haut sich eine Runde aufs Ohr (für etwas haben wir ja das Bett mit dabei und lange fahren ist anstrengender als Wandern!) und Marco marschiert im Stechschritt diese farbigen Felsen ab und ergattert ein paar schöne Fotos. Dann fahren wir in der Abendstimmung noch etwas weiter und schnappen uns den letzten freien Platz auf dem RV-Campingplatz in John Day.