Downtown San Francisco
Wir schlafen tief und fest auf dem ruhig gelegenen Parkplatz und als heute Morgen der Wecker klingelt, sind wir voller Tatendrang rasch auf den Beinen. Es gilt, um 7:05 die Fähre zu erwischen! Wir packen einen Tagesrucksack mit Proviant und warmen Kleidern, dann gehts los auf die erste Fähre von Sausalito nach San Francisco. Über der Bucht ist die Sonne bereits aufgegangen und wir geniessen die wunderbare Stimmung während der 30-minütigen Überfahrt. Das Schiff ist fast leer, es hat nur ein paar mittelalterliche Männer, die augenscheinlich zur Arbeit unterwegs sind.
In San Francisco angekommen, stolpern wir direkt über ein Café, das Cappucchino mit einer Kolbenmaschine macht und beschliessen, hier zu frühstücken. Es bietet zudem auch noch feines Gebäck und wir geniessen frische Gipfeli, zwar wieder so teuer wie in Seattle, dafür aber mit Blick aufs Meer!
Während dem Frühstück buchen wir uns online Tickets um die Gefängnisinsel Alcatraz zu besuchen. Es gibt da eine Führung mit Audioguide, die Simone sehr gerne machen möchte. Nach einigen etwas mühsamen Mails hin und her weil der gewünschte Zeitslot scheinbar immer gleich schon wieder ausgebucht ist, haben wir unsere Tickets für halb elf. Bis dahin bleibt uns Zeit, um den Piers entlang zu schlendern, uns die Fisherman’s Wharf am Pier 39 anzuschauen und sogar, um noch einen Moment auf einem Bänkchen einfach die Sonne zu geniessen.
Wer schläft hier noch?
Um halb elf nehmen wir die Fähre nach Alcatraz, steigen auf den “Rock” hoch und lassen uns in die 30-jährige Geschichte dieses Hochsicherheitsgefängnisses entführen, das bis 1963 in Betrieb war. Wir hören Geschichten von Sträflingen und können uns die Zellen ansehen; sehr eng und ungemütlich war das hier.
Hier stimmt doch etwas nicht…
Kurz nach dem Mittag haben wir genug gesehen, nehmen die Fähre wieder zurück ans Festland und setzen uns in ein thailändisches Restaurant, um endlich wieder einmal etwas Asiatisches zu essen. Es ist ein Gaumenschmaus! Die riesigen Portionen lassen uns dann nur noch träge wieder aus dem Restaurant wanken und wir nehmen uns als Verdauungsspaziergang einen der steilen Hügel hier vor, um uns die berühmte geschwungene Lombard Street anzuschauen.
Marco möchte eigentlich noch mit einem der vielen fahrerlosen Taxis von Waymo fahren. Aber leider können wir als Europäer das App nicht installieren, um so ein Auto zu buchen. Also steigen wir auf die traditionellere Variante um und nehmen einen der vorbeifahrenden Cable Cars. Wir geniessen die nostalgische Fahrt über die steilen Strassen rauf und wieder runter.
An der Endstation steigen wir aus, drehen eine Runde um den Block und stöbern im einen oder anderen Shop, dann steigen wir gekonnt am zweiten Halt der nächsten Cable Car Linie wieder ein (wer am Endhalt einsteigt, muss sich in eine lange Reihe stellen und sie füllen nur jedes zweite Wägeli von Anfang an, die anderen lassen sie leer losfahren um unterwegs noch Passagiere aufnehmen zu können). So tuckern wir zurück zur Fisherman’s Wharf. Inzwischen ist es bereits halb fünf und die Sonne macht sich aus dem Staub, darum lösen wir uns ein Ticket für die Fährenrückfahrt und geniessen die Überfahrt in der Abendstimmung.
Zurück beim Camper beschliessen wir, nochmals eine Nacht hier stehen zu bleiben und morgen in Richtung Süden weiterzureisen. Weil es bereits so früh eindunkelt, werden unsere Abende im Camper sehr lang und gemütlich und wir erholen uns gut von der heutigen Tour.